Echt schlimme Krankheiten. Heute: filius einsteinius

5. September 2010 § Ein Kommentar

In lockerer Folge werde ich mich künftig Krankheiten widmen, die vielfach als unheilbar bezeichnet werden, obwohl sie das nicht immer sind. Heute:

Der Hochbegabungszwang (lat.: filius einsteinus)

  • Beschreibung: Der unerschütterliche Glaube der Eltern, dass das eigene Kind zu Höherem berufen ist
  • Symptome: Die betroffenen Eltern begründen jegliche Verfehlung oder Doofheit des Kindes mit seiner Hochbegabung. – Sie füllen ihre Bücherregale bis zur Decke mit Literatur wie „Was ist Was“, „Kinder-Brockhaus“, „Kinder-Uni“ und „Kluge Kinder“. – Sie melden ihr Dreijähriges in Chinesisch-, Archäologie- und Programmierungskursen an. – Sie nehmen eine Halbtagsstelle an, um genug Zeit für die persönliche Begleitung der Hausaufgaben und der Förderkurse ihres Nachwuchses zu haben.
  • Heilung: Wenn das Kind mit 42 Jahren nach 37 Semestern Deutsch auf Lehramt eine Stelle als Hausmeister gefunden und ein uneheliches Kind mit der Serviererin vom Café Kaktus gezeugt hat, legt sich die elterliche Euphorie oder entlädt sich im Anzeigen von Parksündern und Beschimpfen ihres Zivildienstleistenden. (Gefunden bei >>)
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