Ich, der Verdrängungskünstler?!

17. September 2010 § 2 Kommentare

„Sie sind ein Meister der Verdrängung!“ konstatierte meine Ärztin (die, die sich vor allem um meine Psyche kümmert, weil die nämlich auch Fürsorge braucht, nicht nur mein Körper, wie ich irgendwann auch einsehen musste). Sie schaute mich dabei ziemlich entgeistert, vielleicht sogar etwas frustriert an. Dabei hatte ich nur ganz locker erzählt, dass ich 2001 ein Dreivierteljahr im Rollstuhl saß und nur durch eine hochriskante Wirbelsäulen-OP wieder aus diesem heraus und auf´s Rad konnte. Das mehr als 90%ige Risiko – Querschnitt bei L5 – bin ich damals bewusst eingegangen; ich hatte mich lang damit auseinandergesetzt, wie mein Leben dauerhaft im Rollstuhl verlaufen würde, welche Probleme auf mich warten würden. Doch ich hatte alles wohl nur rein sachlich „durchdacht“, Gefühle blieben, glaube ich meiner Ärztin, außen vor. Wie immer? Hm… Vermutlich.

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§ 2 Antworten auf Ich, der Verdrängungskünstler?!

  • uli sagt:

    Du hast damals gesagt, der Arzt soll es mit der Prothese versuchen, mit allen Konsequenzen, Hauptsache er probiert es – es wirkte nach außen „sachlich“ durchdacht….

  • Silke sagt:

    Ich schließe mich Deiner Ärztin an: Du verdrängst sehr gekonnt, arbeitest alles über den Verstand ab. Allerdings klappst Du leider zusammen, wenn das nicht mehr geht… Ein Rezept dagegen? Hab ich nicht. Und wozu auch? Wenn´s doch funktioniert (hat)?

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