Contador: Endlich erwischt!

30. September 2010 § 15 Kommentare

Contador. Alberto. Hm… Da klingelt was, oder? Rennradfahrer, mehr noch, Radrennfahrer. Also Berufssportler. Sieger der Tour de France. Unter anderem. Und ich hatte seit langer Zeit mehrere Wetten laufen, dass er immer gedopt war und noch heute ist. Und? Ich habe meine Wette gewonnen, Contador hat sich Kälbermastmittel verabreicht – bei der Tour! Offenbar habe ich eine Art Sinn für gedopte Sportler, denn geirrt habe ich mich noch nie. Meist hat es ein paar Monate oder gar Jahre gedauert, bis man sie erwischt hat, aber recht hatte ich immer. Ob ich stolz darauf bin? Hey, ich war Leistungssportlerin und bin (noch immer und trotz allem) Sportlerin. Echte Sportlerin. Und als solche kotzen mich Betrüger jeder Coleur an. Von daher bin ich nicht stolz auf meinen Riecher, sondern enttäuscht für meinen Sport – den Sport im Allgemeinen.

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§ 15 Antworten auf Contador: Endlich erwischt!

  • Susanne sagt:

    Darf sich der Zweite nun freuen?

  • Schwarzwälder sagt:

    Ist der Typ blöd! Aber so wirkt er ja auch.

  • Motto sagt:

    Der Zweite ist nicht stolz, er findet es zum Kotzen!

  • Gina sagt:

    Der Zweite wird nun möglicherweise (!) der Erste – doch Freude hat er daran sicher nicht, wie Motto schon so schön schreibt. Das Gewinnen zählt, nicht die Siegprämie und der Titel. Das Stehen auf dem Treppchen ist es, was Sportler antreibt. „Nur“ Zweiter geworden zu sein… Er bleibt seinem Kopf und in den Köpfen aller Fans immer Zweiter.

  • Floh sagt:

    Endlich!!! Und die Schlecks sind die nächsten!

  • HR sagt:

    Es wurde Zeit!

  • claudia sagt:

    Ich bin fest davon überzeugt dass Contador nicht der einzige gedopte im Profiradsport ist!
    Ich persönlich kann mir nicht vorstellen dass alle Starter bei der Tour ohne „medizinisch-technisches“ Tuning überhaupt mit der abgeliferten Leistung über die Etappen kommen. Entweder müsste mehr kontrolliert werden (was einen riesigen finaziellen Aufwand bedeuten würde) oder man stellt „Doping“ frei, dann hat jeder seine „Leistungsfähigkeit“ selber in der Hand und auch das Risiko sich damit kaputt zu machen, nur leider verdrängen das die meisten.

  • Silke sagt:

    Stellt man Doping frei, geht es nach den finanziellen Mitteln, die zur Verfügung stehen, nicht mehr nach der Leistung resp. dem Potenzial. Und es gewinnt derjenige, dem seine Gesundheit und sein Leben mehr oder weniger egal ist.

  • claudia sagt:

    @Silke: ist das nicht jetzt auch schon so?

  • uli sagt:

    Soll er doch – nur das Mittel zum Mästen von Kälbern einzusetzen ist ja eklig…. (aber das ist ein anderes Thema)

  • Schwarzwälder sagt:

    Tja, gedopt wird auch schon bei den Hobbyracern. Und wenn es nur der Glaube ist, der einen über die Berge versetzt… 😉

  • joe sagt:

    hab das grad schon woanders und schon öfter geschrieben…

    Spätestens seit dem Zeitpunkt wo es im Sport mehr zu verdienen gab wie sonstwo gibt es Doping und um unter die ersten 3 zu kommen geht es auch nicht mehr ohne. Das erzähle ich jetzt schon seit 10 Jahren, weil solange kenne ich Profiskilangläufer aus Italien persönlich und kann da mitreden.(fragt Adrenalino wenn er wieder zurück ist…)

    Und da ist keine einzige Sportart ausgenommen.

    OK…gleichzeitig stelle ich auch in der Gesellschaft allgemein die Einstellung fest zur Erlangung materieller oder anderer Ego-Ziele jede Möglichkeit zu nutzen, sei sie auch noch so unehrlich, illlegal,unsozial oder unethisch…Hauptsache es bringt das Individuum weiter…

    deswegen wundert mich dann auch immer die öffentliche Empörung über den ach so verwerflich handelnden Rennradfahrer bei der Four de France…

    denn der dabei wirklich Gelackmeierte wäre ja eigentlich nur einer (wenn überhaupt !) der 5 wirklich mit sauberen Mitteln fahrenden im Peloton…

    ansonsten ist das Ganze eigentlich nur ein Spiegel unserer Gesellschaft und herrschenden Moral…

    joe

  • herby sagt:

    joe hat’s begriffen, da ist nichts mehr hinzuzufügen.

    „… Hey, ich war Leistungssportlerin und bin (noch immer und trotz allem) Sportlerin. Echte Sportlerin. Und als solche kotzen mich Betrüger jeder Coleur an. Von daher bin ich nicht stolz auf meinen Riecher, sondern enttäuscht für meinen Sport – den Sport im Allgemeinen….“

    Auch das kann man stehen lassen.

    Sollte aber tatsächlich „infiziertes“ Fleisch zu diesen Schlagzeilen geführt haben müssen sich wohl sehr viele „Oberverurteiler“ und „ach, was bin ich für ein guter Mensch“-Typen überlegen, ob sie lieber die Schnautze halten sollten, bevor etwas bewiesen ist.

  • Gina sagt:

    Eigentlich geht es weder um Contador oder um einen anderen Doper. Eigentlich geht es um die Sache dahinter, um das System, das Doping ermöglicht oder gar erzwingt. Letzteres finde ich schlimmer… Ich hatte gewettet, dass Contador gewinnt – und ich hatte gewettet, dass er nicht sauber ist. Weit hergeholt waren beide Wetten nicht. Schwieriger ist es schon, Wetten anzubieten oder anzunehmen wie: Wer von den Profi-Schachspielern ist gedopt? Oder glaubt wirklich jemand, dass Doping beim Radsport beginnt und beim Skilanglauf endet?

  • Juli(ane) sagt:

    Kalbfleisch soll es gewesen sein!? Na, das passt ja gut zum Kälbermastmittel! 😉
    Hat eigentlich schon mal jemand zugegeben, bewusst gedopt zu haben?

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