Egotrip. Oder: Ich bin auch wer!

18. Oktober 2010 § 13 Kommentare

Ich bin nicht einfach und schon gar nicht bequem. Mein Selbstbewusstsein (also das Wissen darum, wer und was ich bin, kann und darstelle) ist durchaus ausgeprägt, mein Selbstwertgefühl dagegen bestenfalls unterdurchschnittlich. Aber ich mag es nicht, hin- und hergeschoben,  weggeschubst, abgedrängt, in einer Ecke abgestellt zu werden, bis man mich brauchen kann. Weist man mir eine Rolle, einen Platz, eine Aufgabe zu, nehme ich sie an und versuche sie nach bestem Wissen und Gewissen sowie im Rahmen all meiner Kompetenzen und Möglichkeiten zu erfüllen – oder lasse es und trage die Konsequenzen. Eine Rolle aber, deren Inhalt und Umfang ich nicht kenne… – was soll ich nur damit anfangen, wie soll ich damit umgehen? Da kann ich nur versagen. Und zu versagen ist… Tja, ich sag´s mal so: Es fühlt sich nicht gut an.

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§ 13 Antworten auf Egotrip. Oder: Ich bin auch wer!

  • Sven sagt:

    Versagen fühlt sich beschissen an! Versagen wertet einen ab, zieht einen runter und lässt einen an sich zweifeln. Sagen wir es doch mal in deutlichen Worten! 🙂

    Worin hast Du versagt?
    Eine Rolle nicht ausgefüllt? Welche Rolle?
    Eine Aufgabe nicht erfüllt, deren Umfang Dir nicht klar war? Welche Aufgabe?
    Einen Platz nicht oder falsch besetzt? Welchen Platz?
    Hast Du wirklich versagt? Und wenn ja, nur Du allein? Dieser Frage weichst Du aus…

    Kopf hoch! Schultern gerade! Blick geradeaus! Man mag es nicht glauben, aber das hilft! Beim Bund lernt man auch was fürs Leben! :mrgreen:

  • Anja sagt:

    Ich weiß nicht obs hilft… Als Beamtin gehe ich nach dem Wert, den eine Rolle hat. Also die Vergütung und die Hierarchiestufe bzw. der Titel. Aufgaben und so zählen bei uns nicht, man verwirklicht sich ja nicht über den Job. Was ist denn Deine Rolle, die Du nicht so zu kennen scheinst, wert? Ist der Wert, der damit verbunden ist, für Dich okay? Dann kann man eine Rolle doch auch einfach als nicht definiert oder nicht definierbar stehenlassen?! Nur so eine Idee…

  • Jan sagt:

    Rollenklärung?! Du bist doch entsprechend ausgebildet, um das zu können!

  • Susanne sagt:

    Naja, ich bin auch „ausgebildet“ und kann sowas an mir selbst nicht gut! 😉

  • Nele sagt:

    Hast Du gesagt oder deutlich gemacht, was Dein Problem ist?

  • Stephanie sagt:

    Versagen ist ein großes Wort, das ich absolut furchtbar finde. Versagen ist für mich ein Zustand der Lähmung, des Gefangenseins in einem Fehlverhaltens und seiner Folgen.
    Wichtiger ist doch, gemachte Fehler zu akzeptieren, analysieren und zu versuchen, es das nächste Mal besser zu machen.

    Und dann kommt das wichtigste – nach vorne schauen! 🙂

  • Helge sagt:

    Hey Gina,

    wie ich Dich kenne (aus der Mediations-Ausbildung), ist Unsicherheit bezüglich Deiner Rolle für Dich schlimmer als knallharte Kritik. Das haben wir ja erlebt in den Fallübungen… Aber das Instrument Rollenklärung kennst Du ja. Nutz es doch!

    Schön dass es Dir offensichtlich jetzt viel besser geht als vor einem Jahr! 🙂

    Helge

  • Silke sagt:

    Gina, man versagt niemals allein! Es sind immer Einflüsse im Spiel, die einen versagen lassen. Natürlich haben eigene Unzulänglichkeiten oder Fehleinschätzungen großen Anteil – aber nicht allein. Rollen brauchen ein Umfeld, das einem diese Rolle zugesteht, zuweist oder eben auch verweigert. Aber das weißt Du doch!? Mach es Dir bewusst!

  • Ina sagt:

    Ich habe meine Probleme zu durchsteigen ob es sich um privates oder berufliches dreht. Ich denke aber beruflich. Dann würde ich in der Tat mit meinem Vorgesetzten klären, welche Kompetenzen ich habe und welche Position ich besetze. Versagen tut man nicht so schnell!

  • Treki sagt:

    Versagen wäre ja sich selbst die Schuld zu geben. Aber du schreibst, dass Du

    „hin- und hergeschoben, weggeschubst, abgedrängt, in einer Ecke abgestellt zu werden, bis man mich brauchen kann“

    wirst. Aber man lässt das natürlich auch zu.

  • Schwarzwälder sagt:

    Sehe ich auch so. Man lässt es mit sich machen. Deshalb: versagt.
    Aber es wird auch mit einem gemacht. Deshalb: nicht versagt.
    Außerdem glaube ich nicht an Versagen. Nicht bei Dir Gina!

  • Bikejunkie sagt:

    Bist Du zu gutmütig?

  • Egi sagt:

    Und welche Konsequenzen ziehst Du nun aus dieser Sache?

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