Einmal Mars und nicht zurück

2. November 2010 § 4 Kommentare

Das mit der bemannten Marsmission zieht sich noch eine Weile hin, wie mir scheint. Im Moment fehlt uns einfach ein flottes Fortbewegungsmittel, um montagmorgens loszufliegen und am Freitag zum Fernsehkrimi um 20:15 im ZDF wieder auf dem heimischen Sofa zu lümmeln und am wohlverdienten Wochen-End-Bierchen zu nippen – weil Frau oder Mann und Kinder es eben so wollen. Stichwort: Vereinbarkeit von Job und Privatleben oder auch Worklife-Balance. Abgesehen davon, dass das Finanzamt vermutlich die Reisekosten von rund 500 Milliarden Euro nicht als regelmäßige Fahrten zwischen Wohnung-Arbeitsstätte, also als typisches Pendeln, akzeptieren würde. Und dann wäre da noch die Tagespauschale für die Abwesenheit über soundsoviel Stunden. Als benachbartes Ausland gilt ein anderer Planet ja nicht, oder? Also müssten neue, höhere Tarife festgesetzt werden. Eine interessante Frage, die sicher ruckzuck ein Finanzgericht im Sinne des Deutschen Staates entscheiden würde. Das alles wäre aber ein lösbares Problem, wenn wir uns nicht so scheuen würden, die Reise zum Mars mit einem One-way-Ticket anzutreten. Singles, gestresste Eltern und Beziehungsüberdrüssige gäbe es doch genug?!

Geschichte schreiben würden die Auswanderer auf alle Fälle, Preise und Ehrungen en masse einheimsen – was aber nicht ausreichend motivierend zu sein scheint. Mir zumindest ist nicht bekannt, dass die NASA sich vor Bewerbungen kaum retten könnte. Warum fragt mich niemand? Ich hätte da einige Probanden vorzuschlagen, für die mir der Flug zum Mond nicht weit genug wäre und der Mars als Nahziel gerade recht käme. Ich selbst kann leider nicht mit, weil ich nun einmal nicht gern länger als höchstens eine Stunde in fliegenden Kisten eingepfercht bin. Und die Kollisionsgefahren im All sind ja auch nicht ohne, schlimmer noch, als auf heimischen Autobahnen! Abgesehen davon, dass ich fehlen würde: Wenn ich weg wäre, wer bloggt dann hier an dieser Stelle aus dem Latrinum? Obwohl… 20 Minuten brauchen Funksignale vom Mars zur Erde. Recht viel schneller ist mein DSL manchmal auch nicht. Wenn ich´s mir also recht überlege…

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§ 4 Antworten auf Einmal Mars und nicht zurück

  • uli sagt:

    Aha – klein Gina fliegt auf den Mars und nimmt welche drei Dinge mit? :mrgreen:
    Ich gebe einen Tipp ab: 1. eB / 2. L / 3. S

  • Gina sagt:

    äh… Ich versuch´s mal:

    1. ein Bike? Nö: Alle! Bin ja länger weg.
    2. Lesestoff? Jawoll! Bin ja länger weg.
    3. Snoopy? Logisch! Bin ja länger weg.

    😉

  • uli sagt:

    Ja das passt bis auf 2. = Laptop (Lesestoff zu schwer, müsstest Du Dir dann runterladen)
    und zu 1. mehr als ein Klapprad geht nicht, zu sperrig

    3. natürlich absolut richtig – klar, dass Du darauf gekommen bist – allerdings, Deine Marsreise kannst Du erst antreten, wenn das mit den Besuchszeiten von Snoopy auf der Erde geklärt ist, also ohne Beamen gebe ich ihn nicht her, solange müsst ihr hier bleiben :mrgreen:

  • Worklife-Balance

    was für ein schönes Wort.
    🙂

    (mir genügen 20 Minuten täglich als zur-Arbeit-pendeln, ist grad auch noch etwas günstiger)

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