Noch ein Tumor? Brauch´ ich nicht!

29. November 2010 § 12 Kommentare

Nun also wissen wir´s genau: Ich habe mal wieder ein Chondrom (genauer: ein Enchondrom), diesmal im linken Beckenknochen, dort, wo der obere Teil der Hüftkugel in die Hüftpfanne eingebettet ist. Mit dieser Art von „im Grunde“ gutartigen Tumoren habe ich bereits langjährige Erfahrungen:

Im Oberkiefer hatte ich über einen Zeitraum von rund 20 Jahren gleich drei davon; bei allen wurde versucht, sie operativ zu entsorgen. Teile von zweien sind allerdings noch an Ort und Stelle, weil sie nicht restlos zu entfernen waren. Am Rippenbogen befand sich auch schon einer, und in der Lendenwirbelsäule sorgten 2001 Chondrome für viel Aufsehen, weil sie mir gleich zwei Wirbelkörper (L5 und S1) in Schutt und Asche legten. Die Folge war eine aufwendige Titan-Endoprothetik, die mich nun auch schon neun Jahre mittlerweile unauffällig begleitet.

Und nun ärgert mich schon wieder so eine Nervensäge! Angst macht sie mir nicht, dazu habe ich schon zuviel „Bösartiges“ er- und überlebt. Chondrome ruinieren eigentlich nur die Knochen und machen immer wieder lästige Operationen erforderlich, die durchaus auch größer ausfallen und mit Metallimplantaten (oder Zahnverlusten) einher gehen können. Zugeben muss ich allerdings, dass mir dieser Absatz, der eine recht gute Erklärung schmückt, nicht gefallen hat:

Enchondrome können mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 % maligne entarten. Von einer Entratung sind besonders jene Patienten betroffen, bei denen Enchondrome bereits in gehäufter Form auftreten (= multiples Auftreten). In Fällen, in denen Enchondrome bereits die größeren Röhrenknochen, bzw. das Becken besiedelt haben, ist die Wahrscheinlichkeit einer malignen Entartung erhöht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Entartungen wahrscheinlicher werden je multipler sie auftreten, bzw. wenn das Auftreten sich bereits auf Bereiche außerhalb der kleinen Röhrenknochen an Hand und Fuß ausgeweitet hat.

Advertisements

§ 12 Antworten auf Noch ein Tumor? Brauch´ ich nicht!

  • Kat sagt:

    Der Absatz gefällt mir auch nicht. Und ich bin immer wieder baff, was es alles gibt und was ein Mensch allein alles mitmachen muss. 😦

    Viele Grüße, Kat

  • Stephanie sagt:

    gefällt mir auch nicht….
    aber lass‘ dich bloß nicht verrückt machen.

  • Wichtel sagt:

    Klingt nicht wirklich gut.

  • claudia sagt:

    Lesen tut sich das wirklich nicht gut 😦
    Ich hoffe auf die 80 % Wahrscheinlichkeit dass das Enchondrom NICHT entartet!

  • Jule sagt:

    Entschuldige: Zum Kotzen finde ich das!!!! Wieso ist dieser Mist so ungerecht verteilt? Wieso bekommen das nicht einfach bloß „böse Menschen“?
    Bei „meinem Patienten“ wurde vor ca. einem Jahr zusätzlich noch eine Leukämie, CML, diagnostiziert und es scheint momentan so (morgen wird das Knochenmark punktiert, dann wissen wir es genau) als würde sich das ganze von der chronischen Phase zum Blastenschub bewegen…
    Ich wünsche Dir das Du zu den 80% gehörst, irgendwann reicht es doch einfach mal!!!
    Alles liebe,
    Jule

  • Sven sagt:

    Einer wäre in der Tat nicht das Problem…

  • Gina sagt:

    Ja mei… Blöd isses ja schon. Aber das Zeug kenne ich ja, wie gesagt, schon. Wenn ich über irgendwelche Risiken (auch des Knubbels in der linken Brust, der definitiv kein Chondrom sein kann, weil die nur in Knochen wachsen) auch noch nachdenken würde, käme ich mit einem 24-stündigen Tag gar nicht mehr aus! 😉

  • Joe2 sagt:

    Hallo ich wieder mal.
    War vor zwei Wochen übers Wochenende in Deiner Gegend zum Radeln eingeladen. In Gilching. Wir sind die Seen abgeradelt Starnberger, Ammersee und wie sie alle heißen, sind bei Sonnenschein im Biergarten des Kloster Andechs gesessen, haben deren Bier getrunken und sind anschliessend durch die Schlucht geradelt. Isch scho au schee.
    Aber was mir wieder mal aufgefallen ist auf der Hinfahrt: Gibts in Eurer Umgebung nicht etwas viel KKWs, Radarstationen (Oberpfaffenhofen) und so Zeugs? Ist das gesund?
    Sind nur so meine Gedanken.

  • Phil sagt:

    Keine Sorgen machen ist immer gut. Was hat man auch davon, sich ständig zu ängstigen?

  • Arik sagt:

    Wer braucht das schon…

  • Manu sagt:

    Ich hätte Angst… Ist doch normal, oder?

  • Gina sagt:

    Angst zu haben ist sicher normal. Aber Angst ist proportional negativ zu dem, was man bisher erlebt hat. Sag ich jetzt mal so…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Was ist das?

Du liest momentan Noch ein Tumor? Brauch´ ich nicht! auf LATRINUM.

Meta