Psycho oder nicht Psycho, das ist hier die Frage!

17. Dezember 2010 § 9 Kommentare

Warum ich Selbstgespräche führe? Nun, weil ich mich gern mit sympathischen, intelligenten Menschen unterhalte und bevorzugt mit Gleichgesinnten diskutiere. Und weil ich mir geduldig zuhöre. Die weit verbreitete Annahme, dass ich immer meiner Meinung bin, kann ich leider nicht bestätigen, ich scheine einer dieser widersprüchlichen Menschen zu sein, die nicht einmal mit sich selbst konform gehen. Ob das normal ist, wage ich nicht zu beurteilen, hierfür fehlt mir eine objektive Bezugsgröße beziehungsweise eine Skala, auf der ich meine Eigentümlichkeiten irgendwo zwischen Normalität und Behandlungsbedürftigkeit einsortieren kann. Das würde ich natürlich höchst objektiv tun, wie ich immer in eigener Sache unbestechlich und absolut realitätsnah agiere. Jetzt nehme ich wieder brav meine Tabletten und ziehe mich an: Schneeräumen. Zum vierten Mal. Und der Tag ist noch lang…

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§ 9 Antworten auf Psycho oder nicht Psycho, das ist hier die Frage!

  • petra sagt:

    hallo!

    nicht nur du führst selbstgespräche 🙂
    und deine begründung finde ich klasse, muss ich mir merken, fals jemand mal wieder seltsam schaut.
    ich führe auch in gedanken dialoge mit meiner verstorbenen mutter.
    ich habe sie jahrelang täglich kurz angerufen (auch als sicherheit für sie, alter – sturzgefahr und so weiter). diese telefonate fehelen mir, also führe ich die gespräche im geiste.

    grüße

    petra

  • Sven sagt:

    Liebe Gina, gut, dass der IQ auf einer nach oben offenen Skala gemessen wird. So relativieren sich viele Deiner „Besonderheiten“ zu Normalitäten. Frei nach Einstein: Alles ist relativ… 😆

  • Oliver sagt:

    Selbstgespräche finde ich sehr hilfreich, wenn ich ein Meeting vorbereiten muss. Ich diskutiere dann ziemlich heftig mit mir, so heftig, dass meine Freundin schon oft geglaubt hat, dass ich telefoniere! 😆 Aber es hilft halt und ein bisschen irr sind wir doch alle, oder? 😉

  • Gabi sagt:

    Ich rede immer mit meiner besten Freundin – leider lebt sie nicht mehr, ist verunglückt schon vor Jahren. Irgendwie steht sie aber noch immer neben mir und ich unterhalte mich total locker mit ihr über alles mögliche. Traurig bin ich schon lange nicht mehr, fehlen tut sie mir auch nicht, aber als vertraute Gesprächspartnerin gebe ich sie nicht her! 🙂

    Wenn das behandlungsbedürftig ist, dann ist meine Mutter erstrecht ein Fall für die Klapse: die redet mit einem Kanarienvogel namens Herr Scheuerlein. 😕

  • 8ung sagt:

    Sich selbst gegenüber ist man doch total objektiv! 😉

  • Sägi sagt:

    Dein Schreibstil ist köstlich! 😆

  • Susanne sagt:

    Ich finde ein bisschen absonderlich zu sein ganz sympathisch. Andererseits finde ich Selbstgespräche nicht absonderlich. Ich rede auch oft mit mir, um mir was zu erklären oder zu merken. Rede ich es mir laut vor, behalte ich es einfach besser.

  • Sven sagt:

    @Susanne: Absonderlich? Nein, das wirklich nicht. Besonders. Das Wort hatte ich gewählt…

  • Juli(ane) sagt:

    Ach, da müsste ich schon in der Gummizelle sitzen, so oft wie ich mit mir streite! 😆

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