Back home! Forever.

23. März 2011 § 19 Kommentare

Nach einem kurzen Ausflug mit meinem Blog in die Freitags-Communitiy – ich war eingeladen worden, weil meine Pamphlete „dort ganz gut passen und die oftmals allzu einseitige Diskussionen beleben würden“ – ist das LATRINUM wieder allein hier an dieser Stelle zu finden. Man könnte sogar mit Fug und Recht behaupten, dass ich reumütig die zweite Entsorgungsanstalt für meinen Gedanken- und Wörtermüll geschlossen habe und mich zu derartigen Expansionen nicht mehr hinreißen lassen werde. Nicht ohne Grund. Auch hier weht mir gelegentlich der Wind kräftig von vorn ins Gesicht (interessanterweise häufig per Mail), was gut und richtig ist. Wer polemisiert, wird Polemik ernten und muss die aushalten können. Was ich nicht aushalten möchte – warum auch? – sind persönliche Angriffe, Beleidigungen und substanz- und argumentfreie Kommentare. Klar, es sind hier wie dort nicht mehr als die üblichen Verdächtigen. Aber die muss ich mir nicht antun, finde ich. Somit: I´m back home!

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§ 19 Antworten auf Back home! Forever.

  • Sven sagt:

    😀

    Willkommen Zuhause! (Ich hab Dein Blog dort drüben verfolgt. Nette Menschen sind das… :roll:)

  • Hennes sagt:

    taz-Leser halt 😆

  • Koko sagt:

    Ich hab dort auch schon mitgelesen, nicht bei Dir, sondern bei anderen. Die Leute dort haben schon eine sehr spezielle Art. Wusstest Du das nicht? 😉

  • Gina sagt:

    Tja, scheinbar war ich zu naiv und glaubte an einen intellektuellen Austausch… Meine Polemiken (wobei: es sind ja nicht alles Polemiken, was ich so verfasse!) wären dazu gut geeignet, eine Diskussion anzuregen. Mit diesem Anspruch bin ich dorthin, das wurde mir ja auch „versprochen“. Ich denke auch, dass ich eben gleich von der Hardcore-Truppe in Empfang genommen wurde. Und mich derart diskreditieren zu lassen, halte ich ehrlich gesagt für nicht nötig. Also, ich hab´s nicht nötig. Die vermutlich schon… Na, egal.

  • Sven sagt:

    Mir kam das alles sehr weit links von der Objektivität vor.

  • Harry sagt:

    Hättest Du ja gleich bei der TAZ bloggen können! Aber bei Deiner Meinung zur Frauenquote, zur Gleichberechtigung und zu Libyen und so, wärst Du dort vermutlich auch gesteinigt worden. 😆 Mir ist Deine Meinung übrigens sehr sympatisch.

  • Silke sagt:

    Guten Morgen! Ich hab´s Dir gesagt, dass Du dort nicht mit offenen Armen empfangen werden wirst! 😉 Die Kommentare von diesem Augenstern (hieß er so?) waren schlicht eine Frechheit. Aber gut: Again what learned! 😀

  • Anonymous sagt:

    Also geh! Im KTWR wird doch auch intelligent diskutiert!

  • Gina sagt:

    Ich habe weder etwas gegen links noch gegen recht – sofern es nicht zu extrem wird und man sachlich und ohne persönlich zu werden Argumente austauschen kann. Aber daran fehlt es leider oftmals. Schade. So werde ich die Linken wohl nicht verstehen (wollen).

  • uli sagt:

    @Silke: Du scheinst Deine Bedenken „diplomatischer“ angebracht zu haben, als ich! 😉

  • Medienphilosoph sagt:

    Hallo Gina,

    ich bin kein Kommentator, sondern stiller Leser dieses Blogs. Und ich erlaube mir als Medienwissenschaftler nun einfach mal, etwas Analytisches einzubringen:

    1. Es gibt sicher viele LeserInnen, die das rechts oben stehende zwar zur Kenntnis, aber nicht ernst nehmen. Dabei ist es ernst gemeint. Das ist ein erstes Problem.

    2. Sie stellen bisweilen regelrechte Stammtischthesen auf, die allerdings, bei genauerem Hinsehen keine sind, sondern Dinge auf den Kern treffen. Ganz ohne langes Erklären (das ist gut, denn im Web liest ohnehin keiner langatmige Argumentationsketten) und ohne Hemmungen „auf die Zwölf“ der LeserInnen. Das muss man verstehen und damit umgehen können. Nicht jedeR kann das.

    3. Sie verlassen sich darauf, dass Fragen gestellt und Antworten gegeben werden, kurz, sie regen zur Diskussion an. Die allerdings kommt nur selten in Gang, weil die LeserInnen einfach zu bequem dafür sind. Und wenn sie kommentieren, möchten sie es bei Carta etc tun, wo sie bekannt und „berühmt“ mit ihren Meinungen werden.

    4. Sie wählen eine lakonische Sprache, überspitzen gern. Das fordert eine gewisse Intelligenz bei LeserInnen. Viele Kommentatoren schrauben Sätze zusammen, die hoch intellektuell klingen, die kein Mensch versteht. Sie wählen klare Worte, kommen auf den Punkt. Das wirkt nicht intellektuell, sondern auf den Einen klug, auf die Andere provozierend.

    5. Sie argumentieren in einem Beitrag pro und contra oder geben offen zu, dass Sie nicht verstehen. Das wird ebenfalls entweder als total blöd (man hat schließlich Ahnung zu haben!) oder als besonders intelligent (endlich gibt mal jemand zu, dass er es nicht versteht!) empfunden. Sie lassen Positionen zu, fordern Argumente ein und möchten eindeutig Input und Lernen.

    6. Ihr Blog ist hier etwas einsam unterwegs, es wäre es wert, ein breiteres Publikum zu bekommen. Etwas Eigenwerbung wäre hilfreich. Allerdings nicht bei Freitag.de, denn dort werden gefestigte Positionen verlangt: man ist dafür oder dagegen. Und man wirft sich Argumente an den Kopf anstatt sie höflich zu präsentieren. Dieses Klima muss man mögen.

    7. Sie haben nichts falsch gemacht mit Ihrem Versuch bei Freitag.de, sondern etwas gelernt. Ich hoffe, Sie wurden darin bestärkt, weiterzumachen wie bisher.

    Es grüßt aus Berlin
    der Medienphilosoph

  • Just my 2 Cent sagt:

    Gute Analyse! Ich würde sie ergänzen wollen. Der moderne Medienmensch will nicht weniger als der B*ldzeitungsleser: Schnell informiert werden, eine vorgefertigte Meinung vorgekaut bekommen, der er sich dann anschließen und die er in die Welt tragen kann. Ein Häppchen hier und da, dazu etwas Wikipedia und gut. Bietet man ihm dann aber Pointiertes, findet er es banal. Kein Wunder, denn der Punkt, der Kern oder auch die Substanz IST banal!

    Ich finde dieses Blog nett, es ist schön „anders“. Als Informationsquelle nützt es mir nicht, aber ich finde die immer wieder amüsanten Beiträge lesenswert. Kurz und knapp, wie man es als Internetnutzer so schätzt. Und sich dann darüber beschwert, dass der ganze Hintergrund fehlt. Er ist erkennbar schon da, nur bleibt er eben im Hintergrund. Wer will, darf hier sicher gern eine Diskussion starten. Wer nicht will, sollte dann aber auch nicht ausfällig werden. Just my 2 Cent…

  • Sven sagt:

    Jetzt habe ich auch etwas gelernt. So habe ich dieses Blog noch gar nicht betrachtet. (Ich bin ja auch nur Arzt…) Dankeschön für die Mühe, es zu erklären! 🙂

  • Gina sagt:

    Eine Menge Stoff zum Nachdenken… Ich hab´s so auch noch nicht gesehen. Danke für den Input!

  • Schwarzwälder sagt:

    Des vaschoosch Du net! Das sind die wo wissen was Sach isch. Bleibsch halt doch besser bei uns. 😀 😀

  • Silke sagt:

    Der Medienphilosoph hat das auf den Punkt gebracht, was ich in meinem unfachfrauischen Hirn auch schon in etwa ausgebrütet hatte. Also… So etwa. 😉

  • Tetsdag sagt:

    Jedes Forum, jede Community hat seine User und Mitglieder. Ich finde gut, dass Gina nicht seitenlang über Freitag.de hergezogen hat, sondern einfach knapp ihren Entschluss und kund getan und eine Begründung geliefert hat. Allerdings ist es nicht so, dass bei Freitag.de alle gleich sind! Die meisten sind nette, freundliche Menschen, nur eben manche nicht. Man erkennt in jedem Forum schon an der Beitragszahl allein, welche Qualität sich hinter einem User verstecken könnte. Nicht immer, aber als Anhaltspunkt ist es geeignet. Schade, dass Gina so schnell aufgegeben hat, wenngleich es verständlich ist. Und: Ihre Beiträge hätten wirklich gut „nach drüben“ gepasst! Alles Gute und weiterhin viel Spaß beim Bloggen. Und Dank auch an den Medienphilosophen. Ich habe mir einige Beiträge hier mit anderen Augen nochmals angesehen und ein ganz neues Bild gewonnen.

    F. Tentsdag

  • Gina sagt:

    Es würde nicht zu mir passen, nachzutreten. Schnell aufgeben? Passt auch nicht zu mir. Aber manchmal sagt einem das Gefühl nun einmal dasselbe wie der Verstand (und gute Freunde)… 😉

  • Manu sagt:

    Mal eine andere Sichtweise: Hier versammeln sich eben Deine Fans. Und anderswo in einer Community sind es eben Kritiker (ob sie nun was zu sagen haben oder zurecht kritisieren und und und).

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