Guten Morgen, liebe Rassisten!

6. April 2011 § 8 Kommentare

Philipp Rösler ist der Neue. Zwar ist Rösler alles andere als neu, immerhin hängt er schon viele Jahre in führenden Positionen in der Partei der Akademiker und Besserverdienenden herum, ist gelernter Mediziner, war dies und das sowie kurzzeitig Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und Stellvertretender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Seit 2009 reformiert der Smartie als Gesundheitsminister an unseren Geldbeuteln herum und gibt kräftig Sympathiepunkte bei der Pharmaindustrie, bei Ärzten und Patienten ab. Nun soll er (für Insider übrigens alles andere als überraschend) Vorturner in der FDP werden – und jetzt fällt plötzlich auf, dass der Mann vor allem im Winter etwas dunkler erscheint als wir deutschen Bleichgesichter. Dass er schwarze, mandelförmige Augen hat. Und erst mit neun Monaten aus Vietnam nach Deutschland kam. Und schon kriechen die Verbalrassisten aus ihren Löchern, um den Migrationshintergrund des Philipp Rösler aufs Korn nehmen. Guten Morgen! Auch schon wach? Wisst Ihr was? Legt Euch doch einfach wieder schlafen. Wir haben nicht auf Euch gewartet.

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§ 8 Antworten auf Guten Morgen, liebe Rassisten!

  • Sascha sagt:

    Danke für diesen Beitrag! *daumen*

  • Schwarzwälder sagt:

    In einem Land in dem über Schwaben und Sachsen und Preußen gelästert wird, wundert einen doch nicht, dass ein Vietnamese im Visier landet, oder? Du hast recht: Die Vollpfosten sollen sich wieder schlafen legen.

  • Sven sagt:

    Rösler wird sich an seinen Leistungen messen lassen müssen. Reden kann er, das hat er bewiesen. Ideen hatte er auch, nur umsetzen durfte er sie nicht. Zu teuer… Als Wirtschaftsminister war er ja nur ein paar Monate im Amt, oder? Keine Zeit, etwas zu lernen, zu bewirken, zu beweisen. Das kann er jetzt. Schlecht ist der Mann sicher nicht, das weißt irgendwie wohl jeder. Deshalb geht es jetzt eben unter der Gürtellinie weiter. Traurig.

  • Inge Janssen sagt:

    Wenn man sonst nichts findet, womit man einen Menschen diskreditieren kann, ist es eben die Herkunft.

  • Stephanie sagt:

    Ich würde es anders sagen – die Herkunft ist die einfachste und damit häufig genutzte Methode, einen Menschen zu diskreditieren.

    Furchtbar und einfach peinlich ist es auch. Zumal die Leute häufig von sich behaupten, keine Rassisten zu sein…

  • […] hervorrufen, die Westerwelle zum Teufel gewünscht haben? Ich! Eine Kollegin schrieb heute diesen Brandlöschbrief, bitte auch die Kommentare aufmerksam lesen. Einspruch! Natürlich macht Rösler von seinem […]

  • tee jay sagt:

    Es beruhigt mich sehr, nicht als einzige genervt von der Berichterstattung über Rösler zu sein. Am meisten ärgert mich dieser tränenerstickte Artikel in der taz, in dem es um das arme, niedliche Vietnamesenkind ging, dass sich immer durchbeißen musste. Mir ist völlig egal, woher der Kerl kommt. Nicht egal hingegen ist die völlig vermurkste „Gesundheitsreform“, die er zu verantworten hat, und die mir erhebliche Mehrkosten für weniger Leistungen eingebrockte. Wird das in irgendeiner Hinsicht besser, weil er seine Eltern in Vietnam verlor? Oder anders gefragt: Wie weit darf er mit seinem Versagen treiben, bis sein Niedlichkeitsbonus aufgebraucht ist?

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