Die Politik liegt im Sterben

6. Juli 2011 § 3 Kommentare

Dieser Satz darf irritieren, denn ich war (wie einige meiner Leser wissen) einst politisch sehr aktiv. Wobei „einst“ kaum das richtige Wörtchen sein dürfte, wenn man nur bis zur letzten Landtagswahl in Bayern zurückblicken muss… Ich war Ortsvorsitzende einer Kreisstadt, war im Kreisvorstand tätig, saß in Ausschüssen zu Wirtschafts- und Rechtsthemen, reiste als Delegierte zu Parteitagen, engagierte mich hier und da und ließ mich zuletzt sogar als Kandidatin aufstellen (und war sehr erschrocken über das gute Abschneiden der FDP und mein persönliches Ergebnis – und heilfroh, als mir drei Wählerstimmen zu meinem „Glück“ gefehlt hatten!). „Einst“… Tja, es wirkt wirklich so. Lang, lang her ist´s dass mich die FDP so überzeugen konnte, dass ich viel Zeit für sie investierte. Vorbei. Mehr noch: Ich bin 2009 ausgetreten! Nein, diese Partei, die mit ihrem Einzug ins bayerische Landesparlament und der in die Bundesregierung total die Bodenhaftung verloren hat, ist schon lange nicht mehr meine Partei. Und noch mehr: Politik langweilt mich. Ich habe darüber nachgedacht, warum das so ist und wie es soweit kommen konnte. Es ist ganz einfach:

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Hurra, der Qualitätsjournalismus ist gerettet!

28. Juni 2011 § 3 Kommentare

Gestern habe ich Sie teilhaben lassen an Verschwörerischem, heute erhielt ich die beruhigende Mitteilung, dass meine berufliche Zukunft gesichert ist. Und nicht nur die, sondern nicht weniger als der Qualitätsjournalismus – was auch immer das ist. Qualität stammt bekanntlich von quälen, und so kommt´s nicht unerwartet, dass in mir „Angebote“ wie das unten wie immer vollständig zitierte, eher Bauchschmerzen als Schmetterlingsbauchgekribbel auslösen. Warum? Weil sie gehäuft an mich und meine Kollegen herangetragen werden. Weil durch sie deutlich wird, dass der Journalismus (der, der immer schon auf Qualität Wert gelegt hat) im Sterben liegt. Weil er nicht mehr bezahlt werden kann – oder werden will. Weil Online in weiten Teilen Print abgelöst hat, weil das Web schneller und billiger (weil gratis) ist. Weil Verlage keine Ideen entwickelt haben, wie man Leser zu Kunden machen kann. Weil das, was im Web publiziert wird, zurecht als wenig wertvoll eingeschätzt wird. Weil, weil, weil. Der Kreis beginnt sich zu schließen. Und wir, die Journalisten, suchen uns andere Betätigungsfelder, schlimmstenfalls „machen wir in PR“. Manche von uns verdingen sich auch bei Wikio und anderen, weil man von Hartz IV nicht leben kann und will.

Lange Rede… Hier das „Angebot“, das den Betreff trägt: „DIE unabhängige zeitung deutschland stellet sich vor!“

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Drah Di net um…

27. Juni 2011 § 7 Kommentare

Vorab: Ich vermute, dass das, was Ufoworld.org so von sich gibt, alles andere als lustig gemeint ist. Amüsant ist es natürlich dennoch, allein, weil es so herrlich wirr ist, das, was vor wenigen Minuten in mein (geschäftliches!) Postfach gespült wurde. Worum geht es da? Ich weiß es nicht. Muss ich mir Sorgen machen? Leib, Leben und liquide Mittel schützen? Den Wachturm kaufen? Vielleicht klärt mich ja jemand auf? Obwohl… Ist schon gut so. Gegrinst, Kopf geschüttelt, gelöscht – ach ja: und vorher mit meinen geschätzten Lesern und Freunden geteilt. So bin ich!

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Suche Job – den richtigen!

24. Juni 2011 § 6 Kommentare

Ich suche einen Job. Nicht, dass ich keinen hätte, das ist nicht das Problem. Auch an Arbeit fehlt es mir nicht. Und manchmal freut sich sogar mein Konto darüber, dass ich eine gewisse Form der Anerkennung für das Geleistete erhalte. Mir geht es gut. Eigentlich. Und doch fehlt etwas. Wie nenne ich´s? Was ist es überhaupt? Selbstverwirklichung? Hmnja… Idealismus? Ja, auch. Beides zusammen trifft´s wohl.

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Dumm, dümmer, Koch-Mehrin

23. Juni 2011 § 5 Kommentare

Über Guttenbergs Kreativität in Sachen „Wie bastle ich mir eine Dissertation zusammen?“ habe ich mich hier im Blog dem Tatbestand angemessen aufgeregt. Wer´s nachlesen will, den führt die Suchfunktion sicher zum Ziel. Nach Guttenberg kam Stoibers Tochter zum Zuge beziehungsweise zur Aberkennung ihrer Doktorwürde, danach war Silvana Koch-Mehrin dran. Zu recht, wenn man die Analysen von Vroniplag betrachtet! Rücktritt ist für diese dickfellige Frau kein Thema, mehr noch, sie macht sogar öffentlich auf ihrer Homepage ihre Uni für ihre Schlampereien und Betrügereien verantwortlich. Die Chuzpe, gegen den Entzug des  klagen zu wollen, die Uni für ihr Vertrauen in die Rechtschaffenheit von Doktoranden verantwortlich zu machen, geht eigentlich schon weit über die Hutschnur derjenigen hinaus, die sich mittlerweile rechtfertigen oder dumme Sprüche anhören müssen, wenn sie ein Dr. vor dem Namen führen. Doch nun die Krönung des Ganzen:

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Wie geil ist das denn?!

22. Juni 2011 § 3 Kommentare

Wenn Fragmente das Ganze beschreiben

20. Juni 2011 § 9 Kommentare

Sind Sie Autor? Journalist? Jemand, der vom Schreiben lebt? Der Sach- und Fachkenntnis haben muss, um Menschen Neues zu erzählen oder gar zu erklären? Wenn nicht, glauben Sie sicher, dass man damit berühmt wird und viel Geld verdienen kann. Ersteres mag stimmen, letzteres ist nur selten der Fall. Obwohl… Ich sollte schreiben, „nur noch selten der Fall.“ Wir (Fach-)Berufsschreiberlinge, wie ich uns despektierlich nenne, haben in der Tat mal recht gut gelebt von dem, was wir produziert haben. Oder war es den Lesern einfach mal mehr wert? Heute ist Information kostenlos in Echtzeit erhältlich – aber wer sammelt sie, wertet sie aus, beurteilt ihre Relevanz und prüft ihre Richtigkeit? Wer arbeitet Information um zu Wissen, wer vertieft Wissen zu Bildung?

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