Der Finanztipp des Jahres

18. September 2010 § Ein Kommentar

Ich kann sie einfach nicht verstehen, diese Dummheit! Wenn die auch noch das Produkt ist aus Gier und Leichtgläubigkeit, möchte ich gern grob werden – etwas, das mir eigentlich total fremd ist. Warum ich mich aufrege? Stimmt, warum eigentlich? Es geht mich doch nichts an, ob Menschen, die ohnehin kaum Geld haben, das auch noch an Raffzähne verlieren, die nichts Verwerflicheres tun, als das obige auszunutzen. Wovon ich überhaupt rede?

Ich hab´s von den „Empfehlungen“ dubioser Aktienblogger, die sich mit Pennystocks eindecken, diese dann mit Sprüchen wie „BUY, BUY, BUY, sonst ist die Chance des Lebens auf Reichtum vorbei!“ im Web pushen und natürlich zielsicher auf Dumme treffen, die keine Ahnung von Aktien und schon gar nicht von den sich dahinter verbergenden Unternehmen haben, sich aber eine solche „Chance“ nicht entgehen lassen wollen. Man will schließlich auch mal zu den Gewinnern gehören! Dass man zu diesem Zeitpunkt bereits Verlierer ist, und mit dieser Methode auch niemals etwas anderes sein wird, wenn man nicht endlich mit dem kritischen Denken beginnt (oder Fachleute, richtige und neutrale Fachleute!) befragt, erkennt man vielleicht irgendwann. Und fühlt sich dann betrogen, beschissen, über den Tisch gezogen. Was ja auch richtig ist.

Mitleid? Ob ich kein Mitleid habe?! Nein. Aber einen ernst gemeinten Tipp: Kaufen Sie sich ein großes Sparschwein (ich bevorzuge einen Maßkrug), werfen Sie das Kleingeld hinein, das nicht viel wert ist, aber den Geldbeutel schwer macht (ich nehme die roten und gelben Münzen) und vergessen Sie´s. Es verzinst sich zwar nicht, aber es geht auch nicht verloren. Und es macht Spaß, das Geld irgendwann zu zählen. Da kommt ganz schön was zusammen, glauben Sie mir!

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§ Eine Antwort auf Der Finanztipp des Jahres

  • Jule sagt:

    Ha, das machen wir auch schon seit ein paar Jahren. Kommt alles in eine Pernodbüchse und ende des Jahres zur Bank in den Zählapparat, wir geben immer vorher eine Schätzung ab, sehr erstaunlich wie sehr man sich beim Kleingeld VERschätzen kann.

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